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Nikolaus Kopernikus Nikolaus Kopernikus
ist ein polnischer Astronom, der das heliozentrische Weltsystem aufstellte.
Diese Theorie geht davon aus, dass sich die Sonne nahe dem Mittelpunkt des
Weltalls in Ruhe befindet, während sich die Erde einmal am Tag um ihre
eigene Achse dreht und jährlich um die Sonne kreist. 1. Das Leben von Nikolaus Kopernikus
Nikolaus Kopernikus (polnisch: Nikolaus Koppernigk), wurde am 19. Februar
1473 in Thorn (heute Torun, Polen) in einer Familie von Kaufleuten und
Kommunalbeamten geboren.
Früher glaubten die Menschen, dass die Erde der Mittelpunkt des Weltalls
sei. Der Kernsatz der Theorie des griechischen Astronomen Ptolemäus war,
dass das Weltall sich von Ost nach West um die Erde dreht. Zweifel am
Ptolemäischen Weltbild waren um die Jahrhundertwende laut geworden, als
Kopernikus studierte. Doch kein Gelehrter wagte an der Autorität und
Unfehlbarkeit des Ptolemäus zu rütteln. Denn die Theorie des Ptolemäus war
von der Kirche für allein richtig erklärt worden, auch weil sie gut zu der
biblischen Schöpfungsgeschichte passte. Doch Kopernikus, dessen großes
Interesse in der Astronomie lag, war bereit, die Wahrheit über jede
verbriefte Autorität zu stellen. Er wurde im Laufe der Zeit immer sicherer,
dass die Erde nicht Mittelpunkt des Weltalls sei und sich vielmehr selbst
dreht. Doch er wollte absolut sicher sein, wollte seine Beobachtungen und
Berechnungen weiterführen, bis er einen Beweis in den Händen hatte. Die
Grundlage für alle seine Erkenntnisse bildeten die Himmelsbeobachtungen, die
Kopernikus nur mit den allereinfachsten Mitteln vornehmen konnte. Zur
Beobachtung der Bewegungen der Himmelskörper ließ er Schlitze in das Dach
seines Studierzimmers im Turm des Domes schneiden. So konnte er nachts
beobachten, wie die Sterne über die Schlitze hinwegzogen. Er verfolgte ihre
Bahn am Himmel und stellte die Geschwindigkeit ihrer scheinbaren Bewegung
fest. Das Fernrohr wurde erst fast hundert Jahre später erfunden. Kopernikus: „In der Mitte von allen aber hat die Sonne ihren Platz. Wer könnte nämlich diese Leuchte in diesem herrlichsten Tempel an einen anderen oder gar besseren Ort setzen, als an den, von dem aus sie das ganze zugleich beleuchten kann? Nennen doch einige sie ganz passend die Leuchte der Welt, andere ihr Herz, wiederum andere ihren Lenker. So lenkt in der Tat die Sonne, wie auf königlichem Throne sitzend, das um sie kreisende Geschlecht der Gestirne.“ Diese Theorie geht
davon aus, dass sich die Sonne nahe dem Mittelpunkt des Weltalls in Ruhe
befindet, während sich die Erde einmal am Tag um ihre eigene Achse dreht und
jährlich um die Sonne kreist. Die übrigen Wandelsterne drehen sich ebenfalls
auf einer Kreisbahn um die Sonne. Der einzige Himmelskörper, der sich um die
Erde drehte, ist der Mond. 3. Seine schriftlichen Werke 1. Werk Commentariolus (flüchtiger Entwurf) Im Commentariolus begann er den ersten Entwurf seines Weltsystems niederzuschreiben, Er wiederspricht der Ansicht des Ptolemäus, dass die Bewegungen des Sternenhimmels auf exzentrischen Kreisen (sog. Epizyklen) erfolgt. Er wollte die an den Sternen sichtbar werdende Bewegung durch einfache Kreisbewegungen erklären und sah die Schleifenbewegung der Planeten als Projektion der Planeten auf dem Fixsternhintergrund infolge unterschiedlicher Bahngeschwindigkeiten an. Es kam ihm darauf an, dass am Himmel die vollkommene Bewegung (Kreisbahn) gewahrt blieb, wie es Aristoteles gefordert hatte. Sichtbarer Vorteil dieser Theorie war, dass die Positionen der Planeten wesentlich leichter zu berechnen waren als im ptolemäischen System. Jahrelang wehrte er sich gegen eine Veröffentlichung seiner Entdeckungen und machte die Schrift nur seinen Freunden zugänglich. Er wusste, dass man seine Theorie verachten und ihn selbst für verrückt halten würde. Auch wollte er sich nicht mit der Kirche überwerfen, die noch der alten ptolemäischen Theorie anhing. 2. Werk Naratio Prima (erste Erzählung) Damals bestand an astronomischer Forschung großes Interesse, weil eine Kalenderreform immer notwendiger wurde. Deshalb beschäftigte sich Kopernikus in diesem Werk intensiv mit der genauen Bestimmung der Jahreslänge. 3. Sein Hauptwerk de revolutionibus orbium coelestium (über die Bewegung der Himmelskörper) De Revolutionibus Orbium Coelestium heißt das Buch, mit dem Nikolaus Kopernikus kurz vor seinem Tod das bis dahin gültige geozentrische Weltbild verwirft. Lange hatte er aus Furcht vor der unweigerlichen kirchlichen Verfolgung gezögert seine Erkenntnisse zu veröffentlichen. Diese Schrift fasste seine Ergebnisse aus fast dreißig Jahren wissenschaftlicher Arbeit zusammen. Die wichtigsten Feststellungen in diesem Buch sind:
Er widmete dieses Werk dem
Papst persönlich,
trotzdem wurde es im Jahre 1616 von der
katholischen Kirche auf die Liste der verbotenen Bücher gesetzt. Und
seine Kernthese, dass die Sonne, und nicht die Erde das Zentrum des
Universums sind, wurde lange Zeit sowohl von anderen Wissenschaftlern als
auch von der Kirche heftig angegriffen. Erst die großen Physiker und
Astronomen des 17. Jh. (Kepler, Galilei, Newton) bestätigten sie.
So wurde Kopernikus erst 150 Jahre später
rehabilitiert. 4. Kopernikus war nicht nur Astronom Kopernikus befasste
sich nicht nur mit der Astronomie, sondern er war ebenfalls ein gebildeter,
Arzt, Jurist, Ökonom, Mathematiker und Übersetzer italienischer Poesie.
Kopernikus diente mehrere Jahre lang in Heidelberg als Arzt.
Er verfolgte die Bahn
der Sterne am Himmel und stellte die Geschwindigkeit ihrer scheinbaren
Bewegung fest. Hierzu benutzte er die Mathematik.
Die Mathematik der Astronomen
gewann durch Kopernikus sehr viel von der Klarheit und Einfachheit zurück,
die sie in den Jahrhunderten seit Aristoteles verloren hatte, denn
Kopernikus konnte seine Entdeckungen durch ausführliche Rechnungen
begründen. 5. Die größte erhabenste, folgenreichste Entdeckung?
Diskussion: Ist das heute auch noch so einzuschätzen? Wie groß ist heute die
Bedeutung dieser Entdeckung? |