Altsteinzeit
Zwischen
600 000 und 100 000 v.Chr. gingen in gewaltigen Schüben vier Eiszeiten über
dennördlichen Teil unserer Erde. die vier Eiszeiten werden nach kleinen Alpenflüssen
benannt: Günz, Mindel, Riss und Würm. (Leicht zu merken, denn die Reihenfolge
entspricht demAlphabet: G,M,R,W.) Zwischen den Eiszeiten liegen Warmperionden
(Interglazial-Zeiten). Die Klima- schwankungen während und zwischen dieser
unendlich langen Zeit sind bedeutend gewesen. Der Mensch der Eiszeit und der
dazwischenliegenden Warmperioden war Jäger und Sammler. Er zog nomadisierend
dem jagdbaren Wild nach. Feste Wohnplätze oder solche, die doch von Zeit zu
Zeit immer wieder aufgesucht wurden, fanden sich nur dort, wo die Natur sie bot,
also in Höhlen. Haustiere waren unbekannt. Vom Leben der Altsteinzeit- Menschen
erzählen uns nur die steinernen Waffen und Werkzeuge, wie Faustkeile und
Klingen. Selbstverständlich dürfen wir annehmen, das ein grosser Teil der Gerätschaften
des damaligen Menschen aus Holz bestand, das jedoch längst zerfallen ist. Die
Altsteinzeit (das Paläolitikum) wird in mehrere Perioden eingeteilt, die ihre
Namen nach Fundplätzen in Frankreich erhalten haben, und zwar:
| Abbévilien | um 500 000 v.Chr |
| Früh - Acheuléen | um 350 000 v.Chr. |
| Mittel - Acheuléen | um 250 000 v.Chr. |
| Spät - Acheuléen | um 180 000 v.Chr. |
| Moustérieum | um 120 000 v.Chr. |
In dieser Periode
frühester menschlicher Zivilisation ist bisher keine Kunstäusserung
nachgewiesen.
Erst in der vierten, der Würmeiszeit, und der ihr folgenden Warmzeit tauchen
Kustwerke auf.
Diese letzte Periode – das Jungpaläolitikum - ist unterteil in:
| Aurignacien | um 30 000 bis 25 000 v.Chr |
| Solutréen | um 25 000 bis 20 000 v.Chr |
| Magdalénien | um 20 000 bis 10 000 v.Chr |
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Ötzi der Steinzeitmensch |